Themen: Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
FDP-Grossrat Luca Urgese argumentiert, Preise seien zentrale Marktsignale: Sie zeigten Knappheit und Nachfrage an und lenkten den Einsatz von Kapital und Personal. Staatliche Eingriffe verzerrten dieses Signal nach seiner Darstellung häufig. Er verweist auf steigende Preise für A-Post-Briefe ab Januar 2027, Krankenkassenprämien, Strom und Basler Angebotsmieten. In der Schweiz seien rund 10 Prozent der Konsumausgaben vollständig administrierten Preisen zuzurechnen; bei weiteren 20 Prozent beeinflusse der Staat die Preisbildung wesentlich. Damit sei bei drei von zehn ausgegebenen Franken ein staatlicher Einfluss vorhanden. Ein vom Bundesrat in Auftrag gegebener Bericht komme zum Schluss, dass Wettbewerbsbeschränkungen durch administrierte oder teilweise administrierte Preise auf dem Briefmarkt, in der Strom-Grundversorgung, auf dem Mietwohnungsmarkt und bei Generika tendenziell preiserhöhend wirkten. Urgese sieht staatliche Eingriffe deshalb als Mitursache steigender Kosten.