Themen: Gesundheit, Wissenschaft
Regionen: Schweiz, Aargau/Solothurn, Zürich/Winterthur
Forschende des Paul Scherrer Instituts und der Universität Zürich haben eine bisher unbekannte aktive Form von B-Raf-Dimeren entdeckt und hochaufgelöst visualisiert. Der Proteinkomplex ist mit MEK1 verbunden und spielt eine Rolle in einem zentralen Signalweg menschlicher Zellen. Mutationen von B-Raf können die natürliche Wachstumskontrolle ausser Kraft setzen, sodass Tumore ungebremst wachsen. Solche Mutationen finden sich bei rund der Hälfte aller Melanome sowie bei weiteren 7 Prozent anderer Krebsarten; betroffene Tumore gelten als besonders aggressiv und schwer behandelbar. Die Struktur wurde an der Synchrotron Lichtquelle Schweiz des PSI und an der Diamond Light Source im englischen Didcot untersucht, ergänzend erfolgten Analysen menschlicher Zellen an der Universität Zürich. Die genaue Kenntnis des Komplexes soll die Entwicklung passender Medikamente erleichtern. Mit Unterstützung der Stiftung Krebsforschung Schweiz sucht das PSI bereits nach Molekülen, die daran binden und das unerwünschte Wachstumssignal blockieren.