Themen: Gesellschaft, Gleichstellung, Krieg&Frieden
Regionen: International, Westasien
Bushra kehrt im September 2025 nach fast vierzehn Jahren erstmals nach Syrien zurück und trifft ihre Schwester Houda in Damaskus. Nach dem Sturz des Assad-Regimes hatten die beiden wieder Kontakt aufgenommen. Gemeinsam reisen sie mit der Journalistin Céline Martelet in ihr Heimatdorf Al-Musayfirah in der Provinz Deraa, das sie 2012 verlassen hatten. Die Schwestern fürchten ihre einflussreichen Onkel aus der Familie Alzoubi: Wegen ihrer Beziehungen und ihres selbstbestimmten Lebens drohe ihnen nach eigener Einschätzung Gewalt. Um unerkannt zu bleiben, fahren die drei Frauen vor dem Freitagsgebet in Niqabs ins Dorf. Sie erkennen Schule, Geschäfte und ihr früheres Haus wieder und dürfen es nach einem Gespräch mit der jetzigen Bewohnerin kurz betreten. Der zerstörte Garten verstärkt die Erinnerung an ihre Kindheit. Nach der Rückkehr nach Damaskus erhält Houda Nachrichten ihrer Mutter, die beide Schwestern beschimpft, verstösst und mit einer Belohnung auf ihre Ergreifung droht.