Themen: Partei-Politik, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Tessin
Vor den Tessiner Kantonswahlen vom 11. April zeichnet sich in den politischen Lagern keine stabile Ordnung ab. Auf der linken Seite bilden SP, Grüne und MPS zwar ein progressives Haus, doch Konflikte bleiben sichtbar. Der Bellinzoner Stadtpräsident Mario Branda distanziert sich von der MPS, während ein radikaler Flügel eine Rückkehr der SP in die Regierung ablehnt. Auch im rechten Lager von SVP und Lega herrscht keine geschlossene Harmonie; die Lega wird dabei als seit Jahren politisch geschwächt dargestellt. In der Mitte werden erneut Gemeinsamkeiten zwischen FDP und Mitte diskutiert. Ein ähnlicher Versuch bei den Ständeratswahlen 2019 endete jedoch mit einem Erfolg von SVP und SP. Neben parteitaktischen Auseinandersetzungen verweist der Kommentar auf verbreitete Unzufriedenheit mit Gesundheitskosten und einer als selbstbezogen kritisierten kantonalen Politik.