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Reform der Rente: Mehr Geld für klimaschädliche Industrien

Correctiv Schweiz
Reform der Rente: Mehr Geld für klimaschädliche Industrien

Themen: Klima&Energie, Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik

Regionen: International, Europa

Die deutsche Regierung will nach dem Willen von Bundeskanzler Friedrich Merz alle 33 Vorschläge der Rentenkommission umsetzen, darunter eine Kapitalrente. Arbeitgeber und Arbeitnehmende sollen zwei Prozent mehr in die Rentenkassen einzahlen; das Geld soll in Aktien fliessen. Die Kommission empfiehlt, die Anlage primär an Renditen auszurichten und politische Vorgaben oder Branchen- und Länderausschlüsse zu vermeiden. Damit könnten Rentengelder auch in Kohle-, Öl- oder Gaskonzerne fliessen. Klimavorgaben wären grundsätzlich möglich, sind aber bislang nicht vorgesehen. Auch das geplante staatlich betreute Standardprodukt für die private Altersvorsorge enthält im Altersvorsorgegesetz keine Nachhaltigkeitskriterien. Baden-Württemberg wirbt auf Bundesebene für klimafreundliche Anlageformen. Das Land investiert seit 2023 nachhaltig; ein Gesetz verlangt die Vereinbarkeit mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens. Der Bundesrat regte an, Nachhaltigkeitskriterien für das Standardprodukt zu prüfen. Ob das Finanzministerium dies umsetzt, ist offen.

Correctiv

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