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Retrouver vie

lecourrier.ch
Retrouver vie

Themen: Kultur/Feuilleton, Leben

Regionen: International, Europa

Thomas Paris erzählt in «Pas ma fille» von der Trauer nach dem Tod seiner Tochter Léonie, die vier Jahre zuvor in Island gestorben ist. Der Vater kehrt an den Ort des Verlusts zurück, weil er sich den Landschaften, Erinnerungen und seinem veränderten Selbst erneut stellen muss. Das autobiografische Buch folgt seinem Bedürfnis, die Verbindung zur verstorbenen Tochter nicht abreissen zu lassen, und zeichnet die anhaltende Schmerzarbeit nach. Die Rezension hebt den ruhigen Stil und die langen Sätze hervor, die die emotionale Erschütterung und die verschobene Erfahrung von Zeit nachvollziehbar machten. Der Erzähler erinnert sich offen an seine Tochter und an sein Leben vor und nach ihrem Tod. Die Lektüre rege dazu an, über Sterben und ein Weiterleben danach nachzudenken. Einen einfachen Trost gebe es nicht; dennoch ende das Buch mit Resilienz und Hoffnung. Das Schreiben erscheine als ein möglicher Weg, allmählich wieder ins Leben zurückzufinden.

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