Themen: Krieg&Frieden, Wirtschaft/Finanzen, Geopolitik
Regionen: International, Europa
Die deutsche Autoindustrie soll nach Darstellung des Kommentars Beschäftigte freiwillig und befristet an Rüstungsunternehmen wie Diehl, Airbus, MBDA und KNDS verleihen. Ingenieure, Projektmanager und Arbeiter blieben bei ihren Ursprungskonzernen angestellt und behielten ihren Lohn. Der Autor sieht darin eine Umleitung industrieller Kapazitäten von zivilen Produkten zur Rüstung und bezweifelt, dass dies der Autoindustrie verlorene Märkte zurückbringt. Er kritisiert die Rüstungsproduktion als steuerfinanziertes System, dessen Erzeugnisse zur Zerstörung bestimmt seien. Zentral sind für ihn Abhängigkeiten Deutschlands von importiertem Stahl, Aluminium, Kupfer und seltenen Erden sowie hohe Energiepreise. Deutschland verschärfe diese Lage nach Ansicht des Autors, indem es Russland und China politisch konfrontiere, obwohl beide für Rohstoffe und Vorprodukte wichtig seien. Die ausgerufene Zeitenwende sei deshalb wirtschaftlich und materiell nicht tragfähig. Die Friedensbewegung solle diese Abhängigkeiten als Argument gegen Aufrüstung und für eine friedensorientierte Politik nutzen.