Themen: Gesellschaft, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Ein Kommentar wirft dem Zugspersonal der SBB vor, über Belastung und Lohn zu klagen. Als Anlass dient ein Tages-Anzeiger-Porträt einer Zugsbegleiterin mit einem Monatslohn von 4400 Franken, der dort als unzureichend dargestellt werde. Der Autor hält dagegen, Fahrvergünstigungen und weitere Leistungen für Bundespersonal seien ausgeblendet worden. Er kontrastiert die heutige Tätigkeit mit früheren Aufgaben auf Landstationen, wo Zugspersonal Güterwagen rangierte, kuppelte, Bremsproben ausführte und komplexe Tarife beherrschen musste. Heute würden auf der Strecke Zürich–Lausanne kaum Tickets kontrolliert; die SBB wollten das Bild von Kontrolleuren zugunsten des Kundenservice vermeiden. Der Beitrag bezweifelt, dass dieser Service ohne sichtbares Personal funktioniere, und kritisiert Ausbildung sowie Rückzugsmöglichkeiten in Erstklasswagen bei Störungen. Ausnahmen werden ausdrücklich anerkannt. Auch ein Gewerkschaftsartikel über Personal unter Druck wird als Ausdruck von Klagen bewertet.