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Schreckgespenst Gerontokratie

Journal21
Schreckgespenst Gerontokratie

Themen: Gesellschaft, Demokratie, Ungleichheit

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

In der Schweiz ist die Hälfte der Personen, die tatsächlich abstimmen, 60 Jahre oder älter; das Medianalter der Abstimmenden liegt laut Avenir Suisse bei 59,6 Jahren. Ursache sind vor allem deutlich höhere Beteiligungsraten älterer Menschen, während bei den 25- bis 29-Jährigen nur rund 30 Prozent wählen oder abstimmen. Die fortschreitende Alterung wird durch steigende Lebenserwartung und sinkende Geburtenzahlen verstärkt, teilweise aber durch Zuwanderung abgefedert. Einen tiefen Generationenkonflikt erkennt die Analyse nicht: Zwischen 1984 und 2024 ergaben sich nur bei gut einem Viertel der Volksabstimmungen unterschiedliche Mehrheiten von jungen und älteren Stimmberechtigten. Wichtiger seien Unterschiede nach Bildung, Einkommen sowie Stadt und Land. Statt einer Einschränkung des Stimmrechts Älterer werden unter anderem Stimmrechtsalter 16 und ein erleichtertes Stimmrecht für Ausländer vorgeschlagen. Zudem wird für mehr Anerkennung von Freiwilligenarbeit, bessere Erwerbschancen im Alter und sozialen Ausgleich bei Altersarmut plädiert.

Journal21

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