Themen: Bildung, KI/Digital
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Der Verband Starke Schule beider Basel hat im Kanton Baselland eine Initiative für einen stark eingeschränkten Einsatz digitaler Geräte in der Primarschule eingereicht. In den ersten vier Schuljahren sollen Laptops, Tablets und Handys weder im Unterricht verwendet noch als persönliche Geräte abgegeben werden. Ab der fünften Klasse wären schuleigene Geräte nur punktuell in wenigen Lektionen zulässig. Der Verband verweist auf ein Statement des schwedischen Karolinska-Instituts, das die Wirksamkeit des umfassenden schwedischen Digitalisierungsprogramms kritisiert. In der Erziehungswissenschaft sei dies umstritten; in der Fachzeitschrift Evido sei eine Gegendarstellung erschienen. Als Argument wird unter anderem angeführt, dass die Lesekompetenz am Bildschirm schlechter sein könne als beim Lesen auf Papier. In den publizierten Kommentaren reichen die Positionen vom weitgehenden Verzicht auf Geräte bis zu einem schrittweisen Einstieg mit Medienkompetenz und einer Begrenzung des digitalen Unterrichtsanteils.