Themen: Geopolitik, Klima&Energie, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Westasien
Die Blockade der Strasse von Hormuz durch Iran ab März hatte Befürchtungen über eine globale Ölkrise, Rationierungen und lange Warteschlangen an Tankstellen ausgelöst. Diese Folgen blieben weitgehend aus, auch weil China laut Darstellung über grössere Ölreserven verfügte als bekannt und damit den Markt beruhigte. Nun steht mit dem Roten Meer ein weiterer zentraler Engpass im Fokus: Ein Drohnenangriff der Huthi beschädigte eine saudische Pipeline zum Roten Meer, über die vier Prozent des globalen Erdölflusses liefen. Zudem kontrolliert die Miliz die Meerenge zum Roten Meer potenziell. Saudi-Arabien äussert sich nur zurückhaltend zu Schaden und Reparaturdauer. Gleichzeitig reduziert eine El-Niño-bedingte Dürre den Betrieb im Panamakanal, durch den fünf Prozent des maritimen Handels führen. Der Beitrag fragt, weshalb solche Risiken für Ölhandel und Reserven in Europa weit weniger Aufmerksamkeit auslösen als die Hormuz-Blockade, und verknüpft dies mit Debatten über militante Klimaproteste.