Themen: Gesellschaft, Innen-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Der Verkauf der Liegenschaften Webergasse 26 und 28 für 5,5 Millionen Franken setzt die Basler Toleranzzone für Sexarbeit unter Druck. In den Häusern befinden sich neben zwei Lokalen elf Wohnungen, die Sexarbeiterinnen nutzen. Bereits früher wurden Arbeitszimmer in anderen Häusern in normale Wohnungen umgewandelt. Das Stadtteilsekretariat Kleinbasel verlangt daher einen Erwerb durch den Kanton, um die Zone nicht privaten Investoren zu überlassen. Ohne genügend Räume könnten Sexarbeiterinnen auf Airbnb-Wohnungen oder ins Quartier ausweichen, was ihre Unsicherheit und Konflikte in der Nachbarschaft erhöhen könne. Der Kanton lehnt eine Betreiberrolle ab und verweist auf fehlende genehmigte Strategien für einen Liegenschaftskauf. Er prüft aber das Genfer Modell der Stiftung Philénis, die Immobilien erwirbt und zu fairen Mieten vermietet. Auch Aliena sieht hohe Mieten als Belastung, verfügt aber nicht über Ressourcen für eine Stiftung. Konkrete Entscheide oder eine Übergangslösung gibt es bisher nicht.