Prometheus: Der unabhängige Medienspiegel der Schweiz

Seite wird geladen …

Zum Inhalt springen
Zurück zur Übersicht

«Sichere Schulwege sind eine staatliche Aufgabe»

Bajour
«Sichere Schulwege sind eine staatliche Aufgabe»

Themen: Gesellschaft, Bildung

Regionen: Schweiz, Basel/NWCH

Sandra Staudacher, Professorin für Stadtentwicklung und Sozialraum an der Fachhochschule Nordwestschweiz, begrüsst Pedibusse als Hilfe insbesondere für jüngere Kinder. Die von Erwachsenen begleiteten Gruppen ersetzten aber keine staatliche Verantwortung für sichere Schulwege, sagt sie. Kinder müssten sich auch selbstständig im öffentlichen Raum und in ihrer Freizeit bewegen können. Als Beispiel nennt sie den Tod eines elfjährigen Kindes vor zwei Jahren an der Elsässerstrasse in Basel, wo ein Konfliktgrün beteiligt war. Im Volta-Nord-Quartier sei die Verkehrsführung lange auf die frühere Industriezone ausgerichtet geblieben, obwohl es ein Wohnquartier sei. Staudacher fordert unter anderem tiefere Geschwindigkeiten, Markierungen, Signalisierungen und den Verzicht auf Konfliktgrün. Sicherheitsfragen müssten von Anfang an in Arealentwicklungen eingeplant werden. Sie verweist auf Amsterdam und Kopenhagen, wo Fusswege stärker von Autostrassen getrennt würden und Autos nahe Schulen teils nur 15 Kilometer pro Stunde fahren dürften.

bajour.ch

Zum Originalartikel