Themen: Klima&Energie, Technologie, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Sieben Unternehmer verzichten auf den geplanten Wärmeverbund in Merishausen und schreiben nach eigenen Angaben 250'000 Franken an privaten Investitionen ab. Das Projekt sollte ab 2027 mit Holzresten der Sägerei Tanner Wärme liefern; 69 Kundinnen und Kunden hatten verbindlich einen Anschluss zugesagt. Die Initianten machen eine Nachbareinwendung und das kantonale Bauinspektorat verantwortlich, das nach sieben Monaten ein neues Baugesuch verlangte. Die Behörde erklärt, sie könne Projekte nicht selbst erarbeiten und die eingereichten Unterlagen hätten materielle und formelle Mängel aufgewiesen. Unter anderem hätte für den vom Bau tangierten Gewässerraum der eingedolten Durach eine Ausnahmebewilligung beantragt werden müssen. Laut Baudepartement wären die Mängel möglicherweise mit überschaubarem Aufwand behebbar gewesen. Die Unternehmer fürchteten jedoch zusätzliche Risiken beim Leitungsbau, etwa wegen Archäologie, sowie Verzögerungen und Absprünge von Heizungsersatzwilligen.