Themen: Ukraine Krieg, Geopolitik, Krieg&Frieden
Regionen: International, Russland/Eurasien, Europa
Deutschlands Aussenminister Johann Wadephul und Russlands Aussenminister Sergej Lawrow haben am Rand der UN-Generalversammlung 22 Minuten miteinander gesprochen. Es war laut Darstellung das erste Treffen dieser Art seit fünf Jahren und ging auf Wadephuls Initiative zurück. Wadephul erklärte danach, es habe in wesentlichen Punkten keine Einigung gegeben; er habe Russland wegen eines behaupteten Drohnenangriffs in Leipzig gewarnt. Lawrow sagte, Russland lehne Gesprächsanfragen nicht ab, die westlichen Positionen enthielten aber nichts Neues. Russische Medien wie die staatliche Rossijskaja Gaseta und die Komsomolskaja Prawda werteten das Treffen als erfolglos und griffen Wadephul mit Vorwürfen zur deutschen Haltung im Ukrainekrieg an. Sie verwiesen auf die diplomatische Krise zwischen Berlin und Moskau, darunter Sanktionen, Schliessungen von Einrichtungen und russische Gegenmassnahmen. Russland beharrt gemäss dem Bericht auf einem stabilen Friedensabkommen zu eigenen Bedingungen und schliesst militärische Mittel dafür nicht aus.