Themen: Klima&Energie, Gesundheit, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
In Basel-Stadt wird über erleichterte Bewilligungen für Klimaanlagen in bestehenden Gebäuden diskutiert. Nach geltender Energieverordnung müssen Gesuchstellende zunächst nachweisen, dass Beschattung oder Verbesserungen der Gebäudehülle nicht ausreichen. Gerade bei Altbauten und denkmalgeschützten Liegenschaften kann dies schwierig sein. FDP-Grossrat Daniel Seiler hatte vor zwei Jahren auf die Belastung älterer und gesundheitlich vulnerabler Menschen durch überhitzte Wohnungen hingewiesen. Die Regierung erklärte Mitte Juni, Sensibilisierung und Information hätten Vorrang; sie verweist auf richtiges Lüften, lockere Kleidung und das Abschalten wärmeabstrahlender Geräte. Ein hängiger Anzug von Daniel Sägesser verlangt eine Überprüfung vereinfachter Vorschriften für Einbau und Betrieb. Befürworter fordern gezielte Ausnahmen für Schulen, Spitäler, Altersheime und stark aufgeheizte Wohnungen, teils gekoppelt an Solarstrom. Gegner warnen vor zusätzlicher Abwärme, Stromverbrauch, Kältemitteln und einer Verstärkung des städtischen Hitzeinseleffekts und verlangen mehr Begrünung sowie Entsiegelung.