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Spionage an deutschen Hochschulen: Das Playbook der China-Agenten

Correctiv Schweiz
Spionage an deutschen Hochschulen: Das Playbook der China-Agenten

Themen: Geopolitik, Technologie, Bildung

Regionen: International, Europa, China

Ein mutmassliches chinesisches Agentenpaar soll Forschende deutscher Hochschulen unter falschem Vorwand zu Vorträgen nach China gelockt haben. Hua S., die sich in E-Mails als «Anja» ausgab, bot hohe fünfstellige Honorare sowie mehrwöchige Reisen mit Vollpension an. Als Gastgeberin nannte sie die chinesische State Administration of Foreign Experts Affairs, die Talentprogramme koordiniert und bereits im Zusammenhang mit Spionageermittlungen stand. Hua S. und ihr Ehemann Xuejun C. wurden festgenommen; sie sollen sich besonders für militärisch verwertbare Hochtechnologie wie Aufklärungsdrohnen interessiert haben. Neun Forschende von acht deutschen Hochschulen sollen die Angebote angenommen haben und werden im Verfahren als Zeugen geführt. Das Paar soll in ein Netz von Tarnvereinen und Firmen eingebunden sein, das chinesische Talente in Deutschland anwirbt. Der Verein chinesischer Automobilingenieure in Deutschland, über den Hua S. Kontakt aufnahm, war seit 2011 in Berlin registriert und trat trotz formaler Auflösung weiter in Erscheinung. Ab 2027 sollen Hochschulen verstärkt zu solchen Risiken beraten werden.

Correctiv

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