Themen: Kultur, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Der Luzerner Stadtrat beantragt, ein Postulat für zentral gelegene, dauerhaft gesicherte, mietfreie und selbstverwaltete Kulturräume abzulehnen. SP/Juso- und Grünen-Politikerinnen hatten einen frei zugänglichen Ort ohne kulturelle oder kommerzielle Vorgaben verlangt. Die Stadt teilt ihre Diagnose, dass Innenverdichtung und Stadtentwicklung bestehende Kulturorte und Treffpunkte unter Druck setzen oder verdrängen. Eine dauerhafte öffentliche Finanzierung lasse sich jedoch nicht mit vollständiger Unabhängigkeit von Vorgaben vereinbaren: Die Stadt müsse Sicherheit, Gleichbehandlung, Zugänglichkeit und einen sorgfältigen Umgang mit öffentlichen Mitteln gewährleisten. Zudem entstünden bei mietfreien zentralen Liegenschaften erhebliche, nicht bezifferte Folgekosten. Der Stadtrat verweist auf Treibhaus, Neubad, Südpol und weitere bestehende Treffpunkte. Mit einer Kulturraumstudie, einer Quartierraumstrategie und möglichen Austauschgefässen will die Stadt den Bedarf dennoch weiter prüfen.