Themen: Klima&Energie, Umwelt, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Der Kanton Zug will seine Trinkwasserversorgung auf Bevölkerungswachstum und häufiger erwartete Trockenperioden ausrichten. Obwohl derzeit genügend Trinkwasser vorhanden ist, rechnet die kantonale Planung bei hohem Bedarf und anhaltender Trockenheit bereits in etwa 20 Jahren mit einer Mangellage. Der Bericht «Planung Trink- und Brauchwasser Kanton Zug» sieht deshalb zusätzliches aufbereitetes Seewasser vor. Bis 2040 soll im Gebiet Oberwil bei Zug ein Seewasserwerk am Zugersee entstehen; im Ägerital besteht bereits eine vergleichbare Anlage. Zudem sollen die Verbindungsleitungen zwischen Wasserversorgungen ausgebaut werden, damit Wasser gemeindeübergreifend verteilt werden kann. Der Kantonsrat beschloss im Frühling 2026 einen Rahmenkredit von 170 Millionen Franken für 25 Jahre: 60 Millionen dienen regional bedeutender Trinkwasserversorgung, 110 Millionen Abwasserentsorgung. Finanziert wird dies vor allem aus OECD-Mindeststeuererträgen. Der Beschluss tritt am 1. September 2026 nach unbenutzter Referendumsfrist in Kraft.