Themen: Ukraine Krieg, Geopolitik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Russland/Eurasien, Europa
Eine aus russischer Perspektive verfasste Analyse prüft, ob europäische Finanzhilfen für die Ukraine im Jahr 2027 deutlich sinken könnten. Als mögliche Auslöser gelten anstehende Wahlen in mehreren europäischen Staaten, ein möglicher Machtwechsel in Frankreich sowie Widerstand gegen steigende Verteidigungsausgaben zugunsten von Sozial- und Wirtschaftsausgaben. Ein vollständiger Stopp der Finanzierung sei jedoch nicht automatisch zu erwarten. Systemkritische Parteien verfügten in Deutschland, Grossbritannien und Frankreich voraussichtlich nicht über ausreichende Mehrheiten oder stünden institutionellen Hürden gegenüber. Zudem zeige das Beispiel Italiens, dass auch euroskeptische Regierungen nach einem Wahlsieg mit Brüssel pragmatisch zusammenarbeiten können. Die Analyse sieht einen deutlichen Rückgang der Hilfe nur bei einem Zusammentreffen mehrerer Faktoren: Korruptionsskandale um ukrainische Gelder, Wahlniederlagen der regierenden Kräfte mit klarer Verbindung zur Ukraine-Politik und eine militärische Lage, die einen ukrainischen Misserfolg erkennen lässt. Erst dann könnten Regierungen verstärkt diplomatische Kontakte nach Moskau suchen.