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Studentenprotest in Tirana eskaliert: Stundenlange Strassenschlacht – und überraschende Zustimmung aus der Bevölkerung

Flimmer
Studentenprotest in Tirana eskaliert: Stundenlange Strassenschlacht – und überraschende Zustimmung aus der Bevölkerung

Themen: Bildung, Innen-Politik, Gesellschaft

Regionen: International, Europa

Am 13. Oktober beginnt in Tirana vor dem Bildungsministerium ein Studentenprotest gegen Missstände an Universitäten und prekäre Lebensverhältnisse. Gefordert werden unabhängige Hochschulen ohne Korruption sowie Stipendien, Mensen und Wohnheime. Der Protest knüpft auch an die Kritik an Premierminister Edi Rama und den politischen Verhältnissen an. Nach dem Anschluss weiterer, teils vermummter Gruppen eskaliert die Kundgebung. Demonstrierende reissen Gitter und Pflastersteine heraus, schlagen Fenster des Ministeriums ein und dringen teilweise auf dessen Gelände vor. Die Polizei reagiert mit Reizstoffspray, Wasserwerfern und Tränengas; aus der Menge werden Steine, Gegenstände und teils zurückgeworfene Tränengaskapseln eingesetzt. Später beschädigen Protestierende die Stadtverwaltung, brechen eine Eingangstür auf und werfen eine Leuchtfackel hinein; mehrere Personen werden festgenommen. In der Innenstadt werden Container, Marktstände, Kameras und Ampeln beschädigt oder angezündet. Die heterogene Menge zeigt auch nationalistische und gesellschaftlich konservative Positionen. Entlang der beobachteten Route signalisieren zahlreiche Passanten und Autofahrer Zustimmung.

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