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The Belgian parenting hack: abandoning children in the woods

European Correspondent
The Belgian parenting hack: abandoning children in the woods

Themen: Gesellschaft, Leben

Regionen: International, Europa

Belgische Pfadfindergruppen lassen Kinder ab elf Jahren bei sommerlichen «Dropping»-Ausflügen ohne Erwachsene und meist ohne Smartphone in unbekanntem Gelände starten. Die Gruppen müssen während bis zu zwei Tagen mit Karte, Hinweisen und gelegentlichen Wegauskünften ein Lager erreichen. Sie tragen ihr Gepäck selbst, legen laut der 13-jährigen Tochter der Autorin bis zu 30 Kilometer täglich zurück und bewältigen Probleme weitgehend eigenständig. Für Notfälle führen gewöhnlich zwei Kinder ein Telefon mit; Leiter können bei Krankheit eingreifen. Pfadfinderbewegungen sind in Belgien stark verbreitet: In Flandern gehört etwa jedes fünfte Kind einer solchen Gruppe an, in Wallonien und Brüssel etwa jedes sechste. Die Autorin kontrastiert diese Erfahrung mit einem stärker überwachten Alltag, in dem Verabredungen organisiert werden und Eltern Kinder per Telefon orten können. Die Ausflüge förderten Verantwortung, Bewegung, Risikoeinschätzung und enge Freundschaften. Ihre Tochter berichtet zudem, sie sei dadurch selbstständiger geworden und auf Reisen weniger schnell heimwehkrank.

europeancorrespondent.com

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