Themen: Iran Krieg, Wirtschaft/Finanzen, KI/Digital
Regionen: International, Westasien, Nordamerika
Matthias Ramser, Chief Investment Officer von Reichmuth & Co., beurteilt Ölpreise von 115 Dollar je Fass als Belastung für Konsum und Unternehmen, erwartet allein deshalb jedoch keine Rezession. Dafür müssten die Preise seiner Einschätzung nach länger deutlich über 140 Dollar liegen. Entscheidend sei die Dauer des Preisschocks. Vor den US-Zwischenwahlen habe Präsident Trump ein Interesse, die Energiepreise zu kontrollieren; unklar sei, ob er den Iran erneut angreifen werde. Ramser rechnet auch nach einer Deeskalation im Iran-Krieg mit Ölpreisen über dem Vorkriegsniveau, weil Lager wieder aufgebaut würden und Energiesicherheit wichtiger werde. Er empfiehlt, Energieunternehmen und Gold als Schutz gegen geopolitische Risiken zu halten. Für die Geldpolitik sieht er vor allem für die energieimportabhängige Eurozone einen Zielkonflikt zwischen Inflation und schwacher Konjunktur. Bei KI-Aktien warnt er vor Konzentrations- und Überinvestitionsrisiken, hält die langfristigen Chancen aber für intakt und bevorzugt eine breitere Diversifikation, etwa über Banken, Biotechnologie und Gesundheitsunternehmen.