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Tumulte vor ukrainischem Geheimgefängnis „Keller 95“

Global Bridge
Tumulte vor ukrainischem Geheimgefängnis „Keller 95“

Themen: Ukraine Krieg, Innen-Politik

Regionen: International, Europa

Vor einer mutmasslichen Haftstätte des Asow-Bataillons bei Kiew haben Angehörige die Freilassung festgehaltener Männer gefordert. Bei den Tumulten wurde Tränengas eingesetzt; Demonstrierende versuchten, einen Bus umzukippen. Der Leiter der Präsidialverwaltung, Kyryllo Budanow, und Nationalgardechef Alexander Pivnenko versprachen eine Untersuchung, warfen aber russischen Kräften vor, die Unruhen angestiftet zu haben. Asow-Kommandeur Denis Prokopenko bezeichnete die Vorwürfe als Provokation. Die Ärztin Valentyna Moloda erhielt Zugang, um verletzte Gefangene zu versorgen. Eine Angehörige berichtete, für einen Besuch bei ihrem mobilisierten und operierten Mann seien umgerechnet 2000 Euro verlangt worden. Später verliessen 14 Männer das Gebäude, darunter ein 14-Jähriger, der nach Angaben eines ukrainischen Portals geschlagen worden sein soll. Ein Kiewer Gericht verurteilte Moloda anschliessend zu zwei Monaten Haft. Ihr wurde unter anderem vorgeworfen, die Streitkräfte behindert und Massenunruhen organisiert zu haben.

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