Themen: Wirtschaft/Finanzen, Geopolitik, Ukraine Krieg
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Nordamerika
Die US-Finanzaufsicht FinCEN hat UBS Financial Services wegen ungenügender Geldwäschereikontrollen mit 125 Millionen Dollar gebüsst. Gemäss dem akzeptierten Sachverhalt überwachte die US-Tochter während mehr als vier Jahren über 61’500 Devisenzahlungen im Gesamtwert von mehr als 10,5 Milliarden Dollar nicht angemessen. Ein automatisiertes Kontrollsystem wurde trotz früherer Zusage erst im März 2021 eingeführt. Der damalige Chef von UBS Americas, Tom Naratil, erhielt laut Dokument im September 2019 Informationen zur Verzögerung. Die Untersuchung betrifft auch Konten vermögender Kunden mit Verbindungen zu Russland, Mexiko und Venezuela. Bei einem russischen Oligarchen mit Nähe zu Wladimir Putin stellte die Bank den Status als politisch exponierte Person offenbar ohne dokumentierte Begründung ein. UBSFS muss nun einen externen US-Überwacher einsetzen, der insbesondere Risiken rund um Russland, Iran, Venezuela, Kartelle und Drogenhandel prüft.