Themen: Bildung, Klima&Energie, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Basler Schulen starten bei angekündigten Temperaturen bis 35 Grad ins neue Schuljahr, obwohl viele Schulräume laut Kritik ungenügend gegen Hitze geschützt sind. SP-Regierungsrat und Bildungsdirektor Mustafa Atici stellte zum Schulbeginn Massnahmen aus dem Masterplan Berufsbildung vor. Der Präsident der Schulsynode, Jean-Michel Héritier, beanstandet dagegen seit Monaten den Umgang der Behörden mit der Hitze. Hohe Raumtemperaturen beeinträchtigten Konzentration und verschärften die Ungleichheit für gesundheitlich empfindliche Kinder oder Schülerinnen und Schüler ohne kühle Rückzugsmöglichkeiten zu Hause. GLP-Grossrätin Sandra Bothe-Wenk verlangt eine Hitzestrategie mit Temperaturmonitoring, Lüftungsvorgaben, klaren Schwellenwerten und Alternativen zu Hitzefrei. Das Erziehungsdepartement kündigte Deckenventilatoren, verstärktes nächtliches Querlüften und frühmorgendliches Lüften durch einen Sicherheitsdienst an, allerdings aus Kostengründen nur zehnmal jährlich. Gefordert werden einheitliche Weisungen, Prioritäten für besonders belastete Gebäude und verbindliche Zuständigkeiten statt Lösungen durch einzelne Schulen.