Themen: Wirtschaft/Finanzen, KI/Digital, Partei-Politik
Regionen: International, Nordamerika
Die US-Zwischenwahlen vom 3. November 2026 dürften die Finanzmärkte nach Einschätzung mehrerer Strategen weit weniger beeinflussen als Inflation, Geldpolitik, Unternehmensgewinne und der KI-Investitionszyklus. Prognosemärkte sehen die Demokraten bei Repräsentantenhaus und Senat vorn, doch die Aussagekraft von Umfragen gilt als gesunken. RBC BlueBay und Allianz Global Investors erwarten keinen grundlegenden Marktwendepunkt durch den Urnengang. Entscheidend sei, ob Inflation und Konjunktur die Fed zu weiteren Zinsschritten veranlassen und ob Unternehmen überzeugende Resultate sowie Erträge aus KI-Investitionen ausweisen. Hohe Ausgaben für Rechenzentren, Halbleiter und Software prägen zahlreiche Bewertungen; regulatorische Änderungen könnten einzelne Firmen treffen. Ein demokratisch kontrollierter Kongress könnte Präsident Trump bei Ausgaben und Regulierung begrenzen, zugleich aber Verhandlungen über Sozialausgaben und Defizite verändern. Geteilte Mehrheiten könnten die politische Bandbreite einengen. Als zusätzliches Risiko nennen Experten einen möglichen Streit um die 2027 erwartete Schuldenobergrenze.