Themen: Partei-Politik, Wirtschaft/Finanzen, Demokratie
Regionen: International, Nordamerika
Mario Del Pero erwartet vor den US-Zwischenwahlen ein angespanntes Klima mit möglicher lokaler Unruhe. Der Bund habe mehr Wahlbeobachter angekündigt; zugleich sieht der Historiker das Risiko, dass die Einwanderungsbehörde ICE unter Vorwänden an Wahllokalen eingesetzt werde. Die Demokraten profitierten von hoher Mobilisierung, während geringe Konsumentenstimmung, Zukunftsangst und Unzufriedenheit den Wahlkampf prägten. Zentral sei der Anstieg der Lebenshaltungskosten: Die Inflation liege bei fast vier Prozent, dreissigjährige Festhypotheken bei durchschnittlich 7,3 bis 7,4 Prozent und Diesel sei seit Januar von etwa 3,5 auf 6,5 Dollar pro Gallone gestiegen. Gerade in ländlichen Regionen belasteten die Treibstoffkosten Landwirtschaft und Heizungen. Del Pero hält einen demokratischen Sieg im Repräsentantenhaus für wahrscheinlich, sieht aber auch den Senat offen. Bei einem knappen Resultat befürchtet er Anfechtungen; bei demokratischer Kongressmehrheit erwartet er zudem eine weitgehende legislative Blockade.