Themen: Bildung, Ungleichheit, KI/Digital
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Der Verband der Schweizer Studierendenschaften und Open Access Schweiz fordern zum Semesterstart vom 14. September kostenlosen digitalen Zugang zu wissenschaftlicher Pflichtliteratur. Zusätzlich verlangen sie ein zwingendes Zweitveröffentlichungsrecht für Forschende. Dieses soll erlauben, öffentlich finanzierte Forschung nach der Erstveröffentlichung auch dann kostenlos online zugänglich zu machen, wenn ein Verlagsvertrag besteht. Nach Ansicht der Organisationen hängt der Zugang zu Fachliteratur derzeit von Hochschule, Bibliothek und Verlagsvertrag ab. Gerade verpflichtende Texte für Lehrveranstaltungen und Prüfungen seien damit nicht für alle Studierenden gleich erreichbar. VSS-Co-Präsidentin Isabelle Birkhäuser warnt, bereits Zusatzkosten von 500 Franken pro Semester könnten finanziell schwach aufgestellte Personen zum Studienabbruch zwingen. Marc Thommen von Open Access Schweiz verlangt klare rechtliche Rahmenbedingungen, damit frei zugängliche Forschung nicht vertraglich verhindert werden kann. Als Vorbilder nennen die Initiantinnen und Initianten Deutschland, Österreich und Frankreich. Zehn Studierendenschaften unterstützen die Forderungen, darunter jene der Zürcher Hochschule der Künste und der Universität Zürich.