Themen: Gesellschaft, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, International Unbestimmt
Mitarbeitende, die Konflikte schüren, unzuverlässig sind oder anderen die Schuld zuschieben, stossen bei Führungskräften stärker auf Ablehnung als Beschäftigte, die absichtlich wenig leisten. Das zeigen Untersuchungen von Anna van der Velde und Fabiola Gerpott von der WHU – Otto Beisheim School of Management. Nach Interviews mit 40 Führungskräften ordneten die Forscherinnen problematisches Verhalten fünf Gruppen zu: Untergrabung des Teamzusammenhalts, Aufwandsminimierung, Anspruchshaltung, emotional schwankende Kommunikation sowie übermässige oder vermiedene Kontakte zu Vorgesetzten. Mehr als 1200 weitere Führungskräfte bewerteten diese Kategorien. Besonders schwer wiegt für sie soziale Unruhe im Team, weil sie auf andere überspringen und das Arbeitsklima schädigen könne. Zugleich betont die Studie, Widerstand entstehe aus Sicht von Mitarbeitenden oft als Reaktion auf destruktive Führung, etwa auf Machtmissbrauch, Demütigungen oder unklare Anweisungen. Respektvoll vorgetragenes, ehrliches Feedback kann die Zusammenarbeit dagegen verbessern.