Themen: Klima&Energie, Umwelt
Regionen: International, Europa
Verheerende Waldbrände in Südfrankreich haben an der Atlantikküste mehr als 65’000 Menschen zur Flucht aus ihren Häusern, Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätzen gezwungen. Besonders betroffen sind die Gebiete bei Arcachon und Biscarosse nahe Bordeaux. Ein Feuer am Becken von Arcachon hatte sich laut Behörden auf 12’500 Hektar ausgedehnt, rund so viel wie die Fläche von Paris. Mehr als 50 Gebäude und ein Campingplatz wurden zerstört; 42 Feuerwehrleute wurden verletzt. Beim Brand südlich von Bordeaux, der nach einem brennenden Lieferwagen auf die Natur übergriff, wurden 100 Häuser beschädigt und 23’000 Personen evakuiert. Insgesamt stehen dort 2’200 Feuerwehrleute im Einsatz, unterstützt von Löschflugzeugen. Für Betroffene öffnete Bordeaux unter anderem eine Messehalle. Temperaturen bis 39 Grad und starke Winde halten die Lage kritisch. Über den EU-Hilfsmechanismus entsenden Kroatien, Tschechien und die Slowakei Luftunterstützung. Frankreich meldet landesweit bereits 50’000 betroffene Hektar, dreimal mehr als im Vorjahreszeitraum.