Themen: Bildung, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Ostschweiz
Im Integrationsbereich der Schaffhauser Sonderschulen, die neu Lernbahn heissen, berichten Klassenassistenzen, Lehrpersonen und Schulbehörden von Unzufriedenheit. Kritisiert werden kurzfristige jährliche Arbeitsverträge, neue Vorgaben zur Zeiterfassung und eine als mangelhaft empfundene Kommunikation. Beratungen vor Unterricht oder Unterstützung nach Schulschluss gelten für Klassenassistenzen nach den neuen Vorgaben nicht mehr wie bisher als Arbeitszeit; Gespräche mit Lehrpersonen sollen während der Lektionen stattfinden. Zudem beanstanden Betroffene, Assistenzstunden für integrierte Kinder würden gekürzt oder umgelagert und Mitarbeitende ohne ausreichende Einbindung auf andere Schulen oder Kinder verteilt. Die Geschäftsleitung erklärt, sie habe keine neuen arbeitsrechtlichen Bestimmungen erlassen, sondern unterschiedliche Praxis vereinheitlicht. Anpassungen von Assistenzlektionen bedeuteten nicht zwingend weniger Unterstützung; auch mehr Heilpädagogik oder Selbstständigkeitsförderung seien möglich. Die Institution betreut rund 300 integrierte Kinder und wächst stark. Das Erziehungsdepartement arbeitet daran, die Integrationskompetenz künftig den Regelschulen zu übertragen.