Themen: Klima&Energie, Umwelt, Gesellschaft
Regionen: International, Afrika
Salzwasser dringt im Gambia-Fluss immer weiter landeinwärts und zerstört Reisfelder. Die Grenze zwischen Süss- und Salzwasser habe sich seit den frühen 1990er-Jahren von rund 150 auf etwa 300 Kilometer vor der Mündung verschoben. In Bantang Killing und Sankandi mussten Bauernfamilien Felder aufgeben oder erzielen nur noch einen Bruchteil früherer Ernten. Gambia importiert inzwischen rund 80 Prozent seines Reisbedarfs; zwischen 2009 und 2023 ging die Reisanbaufläche laut einer Regierungsstudie um 42 Prozent zurück. Steigender Meeresspiegel, geringere Niederschläge, Wasserentnahmen, Dürren und menschliche Eingriffe verstärken die Versalzung. Weltweit sind insbesondere tiefliegende Küsten und Flussdeltas betroffen. Gegenmassnahmen reichen von Deichen und salztolerantem Saatgut bis zu angepasster Bewässerung und Hochbeeten. Teure technische Lösungen wie Gezeitenschleusen sind jedoch nicht überall umsetzbar und wirken je nach Ort unterschiedlich.