Themen: Gesundheit, KI/Digital
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Ein Influencer behauptet, Zürich führe wegen eines Hantavirus-Ausbruchs eine Impfpflicht ein und Nichtgeimpfte müssten sich mit 50'000 Franken freikaufen. Die Behauptung führt in die Irre. Die geplante Revision des Zürcher Gesundheitsgesetzes sieht keine Änderung der bestehenden Bussenobergrenze von 50'000 Franken vor. Diese gilt seit 2007 für Verstösse gegen das Gesundheitsgesetz; der Passus zu obligatorischen Impfungen besteht seit 2020. Im Kanton Zürich gab es laut Gesundheitsdirektion bisher kein Impfobligatorium, auch nicht während der Covid-Pandemie. Eine Busse wäre daher rein hypothetisch, solange der Kantonsrat keine Pflicht für klar definierte Gruppen beschliesst. Das nationale Epidemiengesetz erlaubt Kantonen Impfobligatorien nur bei erheblicher Gefahr, zeitlich begrenzt und für gefährdete oder besonders exponierte Personen. Körperlicher Impfzwang ist ausgeschlossen. Die laufenden Gesetzesrevisionen begannen bereits vor dem Hantavirus-Fall im Mai 2026.