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Volksdiplomatie im Schatten des Bruchs: Menschen bauen Brücken über politische Gräben hinweg

Global Bridge
Volksdiplomatie im Schatten des Bruchs: Menschen bauen Brücken über politische Gräben hinweg

Themen: Krieg&Frieden, Gesellschaft, Kultur

Regionen: International, Russland/Eurasien, Europa

Der Moskauer Historiker und MGIMO-Dozent Alexandr Uschanow koordiniert die Bewegung «Rodina podwiga — Rodine geroja», die Geburts-, Wirkungs- und Kampforte von Soldaten, Antifaschisten und Zivilisten des Zweiten Weltkriegs miteinander verbrüdert. Nach eigenen Angaben umfasst das Netzwerk über 600 Orte in 20 Staaten; in sieben Ländern bestehen 47 Kommunalverträge mit mehr als acht Millionen Einwohnern. Uschanow will Erinnerungskultur mit konkreter Zusammenarbeit verbinden, etwa durch Schulprojekte, Jugend-Zukunftswerkstätten, lokale Betriebe und kommunale Entwicklungsfonds. Genannt werden eine geplante russisch-kasachische Textilkooperation, Partnerschaften mit Orten in Polen und Kirgisistan sowie Vorhaben zur Nuklearmedizin mit Österreich und zur Energiegewinnung aus Abfall mit Ungarn. Zudem liegt ein Entwurf für eine internationale Konvention zum Schutz des Erinnerungserbes des Zweiten Weltkriegs vor. Deutsche Kommunen beantworteten Anfragen derzeit meist nicht. Uschanow will dennoch bis 2030 weltweit 600 Städte und Gemeinden vertraglich vernetzen.

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