Themen: Gesellschaft, Krieg&Frieden, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH, International, Westasien
Eine «Death to Zionism»-Demonstration auf dem Basler Theaterplatz hat bei der Kolumnistin wegen Parolen wie «basel zio frei» und eines Hamas-Dreiecks starke Kritik ausgelöst. Sie sieht darin bedrohliche Assoziationen für die jüdische Gemeinschaft und beanstandet, dass die Basler Politik zunächst weitgehend schwieg; der Regierungspräsident verurteilte den Aufruf später scharf. Vor Ort beobachtete sie Gespräche über Zionismus, Slogans, ein Kommunikationsteam und zeitweise vermummte Demonstrierende. Ein Teilnehmer bezweifelte Darstellungen über Hamas und Gaza als israelische oder amerikanische Propaganda. Die Kolumnistin verbindet dies mit fehlendem historischem und politischem Wissen und fragt, ob geeignete Lehrmittel zum Thema Zionismus vorhanden seien. Das grosse Polizeiaufgebot hält sie angesichts des Aufrufs für nachvollziehbar, hinterfragt aber die Abschirmung des Geschehens vor Medien. Sie warnt, Einschränkungen journalistischer Arbeit könnten Verschwörungserzählungen fördern, und verlangt Widerstand gegen Bedrohungen jüdischer wie muslimischer Menschen.