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Wagners Erbe

Null41
Wagners Erbe

Themen: Kultur, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Zentralschweiz

Ein von der Stadt Luzern beauftragter Forschungsbericht untersucht Richard Wagners Antisemitismus und die Geschichte des Richard-Wagner-Museums in Tribschen. Historiker Patrik Süess hält fest, dass Wagner während seines Luzerner Aufenthalts von 1866 bis 1872 seine radikal-nationalistische und antisemitische Haltung weiter verfestigte und 1869 seine Schrift «Das Judenthum in der Musik» unter seinem Namen neu veröffentlichte. Wagner habe als Mittler zwischen politischem Antisemitismus und bürgerlicher Hochkultur gewirkt. Die 1933 eröffnete Museumsinstitution sei personell und ideologisch mit einem teils völkisch-rassistischen, antidemokratischen und antisemitischen Wagner-Milieu verbunden gewesen. Auch nach 1945 habe es keinen grundlegenden Bruch gegeben; Max Fehr, der sich pronazistisch geäussert habe, blieb in der Museumsgesellschaft aktiv. Auslöser des Berichts war ein Luzerner Postulat von 2023, das eine ungenügende Kontextualisierung von Wagners Antisemitismus kritisierte. Die Erkenntnisse sollen ab April 2027 in einer Sonderausstellung vermittelt werden.

www.null41.ch

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