Themen: Sport, Gleichstellung
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Die Frauen-EM 2025 hat das Interesse am Mädchen- und Frauenfussball in Bern sichtbar gehalten, doch ihr konkreter Anteil am Wachstum bleibt offen. Von zehn angefragten Stadtberner Vereinen antworteten sechs: Beim SC Bümpliz und FC Bethlehem blieb die Zahl der Spielerinnen weitgehend stabil, während SC Holligen 94, FC Breitenrain, FC Weissenstein und FC Länggasse mehr Nachfrage verzeichneten. Beim FC Länggasse führten besonders viele Neueintritte von Mädchen unter 14 Jahren zeitweise zu Wartelisten. Der FC Weissenstein erhielt nach der EM über 40 Anfragen und schuf eine neue FF-11-Kategorie. Engpässe bestehen vor allem bei Trainingsflächen und bei der Suche nach Trainer*innen. Der Fussballverband Bern-Jura setzt sein Programm WEURO Legacy 2024–2027 fort, das Spielerinnen, Trainerinnen, Funktionärinnen und Schiedsrichterinnen fördern soll. Seit Dezember 2023 kamen im Verband zu rund 5’280 Spielerinnen 670 hinzu, ein Plus von 12,7 Prozent. Bei den Trainerinnen stieg die Zahl um 104 auf ein Plus von 32,5 Prozent. Spezielle Frauenkurse und Mentoring stärkten laut Verantwortlichen Selbstvertrauen und Zufriedenheit.