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Was Kulturschaffende von Belgrad lernen können

Thurgau Kultur
Was Kulturschaffende von Belgrad lernen können

Themen: Kultur/Feuilleton, Gesellschaft, Innen-Politik

Regionen: International, Europa

In Belgrad beobachtet Andrin Uetz, wie Studierende gegen die serbische Regierung protestieren und sich zugleich im Alltag für die Bevölkerung engagieren. Darin sieht er eine Anregung für Kulturschaffende, ihre eigene Szene zu verlassen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Während seines Atelierstipendiums erlebt er auch politischen Druck auf Kulturinstitutionen: Das Festival Bitef wurde 2025 nach einem Streit um eine Aufführung von Milo Rau in improvisierter Form als Ne:Bitef durchgeführt. Uetz berichtet zudem von gestrichenen Fördergeldern und politisch besetzten Leitungspositionen. Die Schliessung des Nationaltheaters im Herbst 2025 bringt er mit Protesten der Belegschaft gegen die neue Intendanz in Verbindung. Auch Graffiti spiegeln den politischen Konflikt. Die grosse russische Exilgemeinschaft bereichert aus seiner Sicht das Kulturleben, löst aber auch Kritik wegen steigender Mieten und mangelnder Durchmischung aus. Bei Konzerten erlebt Uetz Begegnungen zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft.

mail.thurgaukultur.ch

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