Themen: Sport, Gesellschaft, Migration/Asyl
Regionen: International, Nordamerika
Die Fussball-WM 2026 steht neben dem sportlichen Verlauf im Zeichen von Rassismus und ungleicher Behandlung nach Herkunft. Der frühere spanische Premier Mariano Rajoy sowie die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia wurden wegen rassistischer Aussagen über Frankreichs Team und Kylian Mbappé kritisiert. Frankreichs Verband erstattete Anzeige gegen die Senatorin, FIFA-Präsident Gianni Infantino sagte Mbappé Unterstützung zu. Gleichzeitig verweigerten die USA dem somalischen Schiedsrichter Omar Artan die Einreise wegen angeblicher Terrorverbindungen. Der iranischen Nationalmannschaft wurde nur eine kurze Einreise für Spiele erlaubt, Teile des Staffs blieben ausgeschlossen. Auch Personen aus Jordanien, Kongo, Marokko und Usbekistan seien verstärkten Kontrollen ausgesetzt gewesen. Fans aus Senegal, Iran, Haiti und der Elfenbeinküste konnten wegen US-Beschränkungen nicht anreisen. Weitere rassistische Vorfälle betrafen den Streamer IShowSpeed, den deutschen Spieler Jonathan Tah und die Schweizer Nationalmannschaft. Der Beitrag kritisiert die weitgehend ausbleibende Gegenwehr von FIFA und beteiligten Staaten.