Themen: Klima&Energie, Umwelt, Technologie
Regionen: Schweiz, Wallis/Graubünden
Am fünften Landschaftskongress in Davos sind neue Forschungsergebnisse zur alpinen Raumplanung vorgestellt worden. Tauender Permafrost, steigende Nullgradgrenzen und mehr Extremwetter erhöhen laut Kongress die Risiken von Steinschlag, Bergstürzen, Murgängen und Gletscherstürzen. SAC-Hütten müssten wegen instabilen Untergrunds teils verlegt, verkleinert oder aufgegeben werden; rund 40 Prozent könnten betroffen sein. Eine an der ETH Zürich entwickelte Software soll Gesteins- und Schlammströme bei Murgängen simulieren und Gefahrenzonen genauer bestimmen helfen. Neben Naturgefahren belastet Wasserknappheit die Berggebiete. Weniger Schnee und früheres Schmelzen verringern im Sommer den Zufluss zu Bächen und Grundwasser, während Karst- und Kluftgestein weniger Wasser speichert. Als mögliche Ergänzung zu grossen Speichern nennt der Beitrag kleinere Projekte, etwa die Mehrfachnutzung von Beschneiungsseen. Am Davoser Rinerhorn wird überschüssiges Bachwasser bereits zur Stromproduktion eingesetzt; die Anlage erzeugt rund 1,2 GWh jährlich.