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«Wenn ich mich nach Französisch sehne, fahre ich in die Westschweiz!»

Hauptstadt
«Wenn ich mich nach Französisch sehne, fahre ich in die Westschweiz!»

Themen: Gesellschaft, Bildung, Kultur

Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg

Annette Matur-Weiss, Yves Christen und Mélanie erzählen von mehrsprachigen Lebenswelten in und um Bern. Matur-Weiss wuchs mit einer Mutter aus der Romandie und einem Berner Vater zunächst französischsprachig auf; später vermischte ihre Familie Französisch und Bärndütsch. Heute spricht sie mit ihren Kindern Französisch, ihr kurdischer Mann mit ihnen Kurdisch, während die Kinder auf Bärndütsch antworten. Der frühere FDP-Nationalrat Yves Christen besuchte in Bern französischsprachige Schulen und bewahrte durch Kindergarten, Vereine und Alltag gute Deutsch- und Dialektkenntnisse. Er erinnert an eine früher eng vernetzte frankophone Gemeinschaft mit Schulen, Kirchen und dem «Courrier de Berne». Mélanie besuchte die Ecole cantonale de langue française, lernte später Bärndütsch und lebt mit einem deutschsprachigen Partner und einer zweisprachigen Tochter. Sie beobachtet, dass die ECLF heute mehr Kinder aus gemischtsprachigen Familien umfasst und es schwieriger geworden ist, in Bern ausschliesslich Französisch zu leben.

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