Themen: Gesundheit, Gleichstellung, Geopolitik
Regionen: International, Europa, Afrika
In einem Lager im flämischen Geel befinden sich noch Verhütungsmittel aus vier Lastwagen, die USAID für Familienplanungsprogramme in Subsahara-Afrika beschafft hatte. Pillen, Spiralen und Kondome waren nach dem Abbau von USAID durch die US-Regierung 2025 in Belgien blockiert worden. Von ursprünglich rund 20 Lastwagen ist der grösste Teil inzwischen abgelaufen. Noch verwertbar sind Bestände im Wert von ungefähr 1,5 Millionen Euro, während Produkte im Wert von 7 Millionen Euro als unbrauchbar gelten. Falls auch der verbleibende Vorrat verloren geht, könnten laut Reproductive Health Supplies Coalition rund 1,4 Millionen Frauen in Afrika den Zugang zu Verhütung verlieren. Geschätzt würden 362'000 ungewollte Schwangerschaften, 161'000 ungeplante Geburten und 110'000 unsichere Abtreibungen folgen. Internationale Organisationen, die Uno und Belgiens Aussenminister Maxime Prévot versuchten, eine Freigabe oder Übernahme zu erreichen. Die US-Regierung lehnte Angebote bislang ab, obwohl die Lagerung monatlich rund 21'000 Euro kostet.