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Wie deutsche Roboter-Technik nach Russland gelangt

Correctiv Schweiz
Wie deutsche Roboter-Technik nach Russland gelangt

Themen: Ukraine Krieg, Technologie, Wirtschaft/Finanzen

Regionen: International, Russland/Eurasien, Europa

Dutzende Kuka-Roboter und Maschinenteile im Wert von mehr als einer Million Euro sollen laut CORRECTIV-Recherchen trotz des offiziellen Russland-Rückzugs über China nach Russland gelangt sein. Russische Zolldaten weisen für 2024 mindestens 25 Schweißroboter samt Zubehör aus, die die frühere Moskauer Kuka-Tochter unter dem Namen Industrial Robotics von einer chinesischen Handelsfirma importiert haben soll. Kuka gehört seit 2016 zum chinesischen Midea-Konzern, produziert in Europa zentral in Augsburg und erklärte, seine Russland-Aktivitäten 2023 eingestellt zu haben. Konformitätserklärungen des russischen Eigentümers reichen bis Mai 2026, nennen Kuka als Hersteller sowie unter anderem Augsburg als Produktions- und Prüfstandort und behaupten aktuelle Vereinbarungen. Kuka bestreitet, dass die russische Firma im Namen des Konzerns handeln dürfe, und kann die Dokumente intern nicht zuordnen. Der Konzern verweist auf Endverbraucherzertifikate für chinesische Kunden, schliesst aber Sanktionenumgehungen durch Vertriebspartner nicht aus. Ein möglicher Einsatz der Maschinen in der russischen Rüstungsindustrie bleibt offen.

Correctiv

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