Themen: Gesellschaft, Migration/Asyl, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Ibrahima Diallo führt seit 2022 gemeinsam mit einem Kollegen die Bar Vis à Vis im Berner Breitenrain. Nach dem Tod seiner Eltern floh er mit 17 Jahren aus Guinea in die Schweiz, lebte zunächst in der Westschweiz und in Zollbrück im Emmental und fand über den FC Langnau Anschluss. Nach einer Lehre als Serviceangestellter in Bern arbeitete er in der Turnhalle im Progr bis zum Barchef hoch. Diallo sagt, der Besitz einer Bar bedeute keineswegs Reichtum: Hoher Arbeitseinsatz, Stress und das Begleichen der Rechnungen prägten den Betrieb. Er berichtet zudem von rassistischen Beschimpfungen und Benachteiligung bei Geschäftsanfragen. Für Brot- und Gipfeliofferten habe er trotz wiederholter Anrufe keine Antwort erhalten; sein Geschäftspartner mit Schweizer Namen habe innert 20 Minuten eine Offerte bekommen. Als Gastgeber setzt Diallo auf Freundlichkeit und Begegnung. Im Sommer beschränken wenige erlaubte Aussenplätze das Geschäft.