Themen: Klima&Energie, Technologie, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Marco Waldhauser beurteilt die Abwärme von Klimaanlagen als lokal spürbar, für die Gesamttemperatur einer Stadt jedoch als praktisch irrelevant. Dicht bebaute Gebiete könnten sich durch viele punktuelle Wärmequellen aufheizen, wesentlich stärker wirke aber die Sonneneinstrahlung. Nur etwa ein Drittel der von einer Klimaanlage abgegebenen Wärme entstehe durch deren Stromverbrauch. Als wirksameren Hitzeschutz nennt Waldhauser äussere Beschattung, Begrünung und Schwammstadt-Konzepte zur Entsiegelung. Fernkälte könnte Wärme zentral abführen und etwa industriell nutzbar machen, benötige aber ein eigenes Leitungsnetz neben der Fernwärme. Geothermieanlagen könnten im Sommer Wärme speichern und im Winter nutzen, seien im Stadtgebiet vor allem bei Neubauten realistisch. Bei Altbauten begrenzen Denkmalschutz, bauliche Voraussetzungen und ungeeignete Radiatoren die Möglichkeiten. Mobile Fensterklimageräte seien eine günstige, aber nicht ideale Lösung. Waldhauser empfiehlt zudem Anpassungen im Alltag: Arbeitszeiten verschieben, tagsüber konsequent Sonne ausschliessen und nachts gut lüften.