Themen: Klima&Energie, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Eine Bewohnerin des Berner Monbijou bestellt während einer Hitzewelle einen Ventilator und sorgt sich um kommende Sommer, besonders für ihre Grossmutter, die kaum mehr das Haus verlässt. Sie versucht bereits, ihren ökologischen Fussabdruck klein zu halten: Sie fliegt nicht, isst kein Fleisch, kauft bio ein, fährt Velo und trennt Abfall. Dennoch empfindet sie diese persönliche Sorgfalt zunehmend als unzureichend. Das Sachbuch «Achtsam geht die Welt zugrunde» der deutschen Autorin Kathrin Fischer liefert ihr dafür einen Deutungsrahmen. Fischer kritisiert den Rückzug ins Private und fordert, strukturelle Fragen wie Gesetze, Märkte und Institutionen ins Zentrum zu rücken. Die Autorin des Beitrags ärgert sich darüber, dass Konzerne und Regierungen Emissionsziele abschwächen, Pipelines bauen oder Kerosin subventionieren, während Einzelne verzichten. Zugleich beschreibt sie ihre eigene Erschöpfung und Ohnmacht gegenüber weitergehendem politischem Engagement.