Themen: Gesellschaft, KI/Digital
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Graffiti und Tags verursachen der Stadt Zürich jährlich Kosten von 4,4 Millionen Franken; Steuerzahlende und Hauseigentümer tragen diese Ausgaben. Von 5205 registrierten Fällen im Jahr 2022 blieben laut Beitrag 89 Prozent ohne Folgen. Anzeigen, Sozialarbeit und legale Sprayflächen hätten den Vandalismus bisher nicht wirksam eingedämmt. Das Obergericht habe zudem entschieden, dass Strafverfolgung bei Sprayereien kaum zielführend sei. Der Autor unterscheidet frühere Graffiti als Subkultur oder Kunst von heutigen Tags, die vor allem Sichtbarkeit und Reviermarkierung innerhalb der Szene dienten. Er schlägt vor, Bilderkennungs-KI für die Zuordnung von Tags zu nutzen, etwa durch Abgleiche mit auf Instagram oder TikTok veröffentlichten Bildern. Identifizierte Urheber sollen Reinigung, Schutzbeschichtung und Ermittlungsaufwand vollständig bezahlen. Wer nicht zahlen könne, solle Reinigungsarbeiten leisten; bei Minderjährigen seien Haftungsmöglichkeiten der Erziehungsberechtigten konsequenter auszuschöpfen.