Themen: Kultur/Feuilleton, Gleichstellung, Gesellschaft
Regionen: International, Europa
Die «Emma»-Redaktion hat angekündigt, das feministische Magazin Ende Jahr nach 398 Ausgaben einzustellen. Martina Meier kritisiert die Berichterstattung von SRF, WDR und 3sat zum Ende der Zeitschrift und zu Alice Schwarzer. Insbesondere beanstandet sie Aussagen von Carolin Wiedemann vom «Missy Magazin» sowie der Medienwissenschaftlerin Martina Thiele. Meier hält es für unzutreffend, Sarah Wagenknecht als Rechtspopulistin zu bezeichnen und Feminismus pauschal als immer links zu definieren. Sie kritisiert zudem, Schwarzers Positionen ohne Begründung als transfeindlich oder rassistisch darzustellen. Thieles Einordnung Schwarzers als an Heteronormativität festhaltende Feministin sei aus Meiers Sicht ebenfalls falsch, weil Schwarzer sich früh mit lesbischen Beziehungen und sexueller Orientierung befasst habe. Kritik an Definitionen von Transgender oder am deutschen Selbstbestimmungsgesetz sei nicht automatisch Transfeindlichkeit. Meier fordert von eingeladenen Fachpersonen präzisere Begriffe und von Redaktionen stärkere journalistische Prüfung solcher Aussagen.