Themen: Kultur/Feuilleton
Regionen: International, International Unbestimmt
Kunstwerke von Tara Donovan, Kris Martin, Choe U-Ram, Cai Guo-Qiang, Francis Alÿs und Leonid Tishkov werden zu Anlässen, über Belastbarkeit, Zeit und Handlungsspielräume nachzudenken. Donovans Kubus aus Tausenden Stecknadeln verweist auf die Stabilität, die aus Nähe und geteilter Last entstehen kann. Martins leere Fallblattanzeige lässt Reiseziele allein in der Vorstellung entstehen; seine Arbeiten zu Dostojewskis «Idiot», einer Goldmünze und einer erst 2104 vorgesehenen Explosion verbinden Selbstironie mit Vergänglichkeit. Seine Sammlung verzierter Artilleriehülsen hält zudem Schönheit und Grauen des Krieges nebeneinander aus. Choe U-Rams bewegter Tisch zeigt Figuren, die einem stets entgleitenden Kopf nachstreben. Cai Guo-Qiangs 99 Wölfe prallen gegen eine durchsichtige Wand und stellen die Frage, wann Beharrlichkeit zur Erstarrung wird. Alÿs’ schmelzender Eisblock und Tishkovs reisender Mond würdigen Tätigkeiten und Bilder, deren Wert nicht in dauerhaften Resultaten liegt.